Vom Dosenöffner zum Lieblingsmensch

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Vom Dosenöffner zum Lieblingsmensch

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Das Höchste der Gefühle für uns Tierliebhaber ist es, wenn wir mit unserem Tier die perfekte Einheit bilden: ein Blick genügt, ein Wink, ein Nicken – und wir werden verstanden, oft auch mit einem sanften Wedeln oder “Schnurr!” bedacht.

Doch was, wenn die Dinge alles andere als harmonisch zwischen dem Zwei- und Vierbeiner verlaufen? Wenn einer den anderen nicht versteht? Missverständnisse sind keine Seltenheit und ein ganz wichtiger, oft vernachlässigter Grund dafür ist, dass wir nicht die selbe Körpersprache sprechen wie unsere Fellnasen!

Die Tiere sind in unserer Obhut und lernen unsere Sprache – müssen es sogar lernen, denn ein Mensch, der sich auf Hundisch oder Pferdisch unterhält, ist immer noch recht selten heutzutage (z.B. nach Radana Kuny bzw. Gertrud Pysall). Das meine ich ganz ernst! Hier ein Beispiel:

Hundehalter Herr P. steht steif und aufrecht in einiger Entfernung von seinem Tier, ruft es und meint, es müsse allein durch sein Rufen wissen, was es tun soll. Hund Mozart allerdings reagiert nur zögerlich, er ist verständlicherweise irritiert: laut Hundesprache heißt eine starre Haltung meistens „Stopp! Keine Bewegung! Ich möchte nicht, dass du dich mir näherst!“ Bis er nach Erziehung, Anpassung, vielleicht sogar straflichen Konsequenzen endlich gelernt hat, was der Mensch damit meint.

Im Gegensatz dazu lädt ein Hund einen Artgenossen zu sich ein, in dem er sanft, freundlich und weich durch seine Körpersprache und Ausdruck in den Augen den anderen zu sich einlädt.

… Wir können das auch! Und es macht Spaß zu verstehen, welche Signale wir unbewusst ausgesandt haben, die ein Gehorchen des Tieres schier unmöglich machen – wir sind ja auch nur Menschen… – und wie wir das ganz einfach ändern können.

Katzen können wir unsere Freundschaft signalisieren, in dem wir sie ganz langsam anblinzeln, wenn sie uns ansehen… Probieren Sie es mal aus und schreiben mir, was dann passiert!

Auch Pferde haben eine Sprache, die wir lernen können. Wie immer etwas eingeschränkt, da uns gewisse Körperteile fehlen (Ohren, Schweif) aber immer noch mit so vielen Vokabeln, dass ein richtiger Dialog entstehen kann und das Pferd Sie ganz erstaunt angucken wird: „Na sowas, du kannst ja Pferdisch!” Und das führt nicht nur zum besseren gegenseitigen Verständnis, sondern erleichtert auch das Führen des Pferdes vom Boden oder Sattel aus.

Wenn zu dieser rein körperlichen Art der Kommunikation auch noch die empathische, telepathische Tierkommunikation mit einfließt, sind die Zeiten der gegenseitigen Missverständnisse ein für allemal vorbei. Denn dann entsteht eine einzigartige Verbindung, eine gegenseitige Anerkennung… Wir beschäftigen uns aufrichtig mit der individuellen Ausdrucksform und den kommunikativen Bedürfnissen unseres liebsten Freundes und dadurch kann es nur in eine Richtung gehen: unsere Freundschaft wird tiefer, intuitiver und erfüllender für beide!

… Und schwupps sind wir zum Lieblingsmensch unseres Lieblingsvierbeiners geworden! So einfach kann es sein.

Ich unterstütze Sie gerne dabei!

Mit lucky-glücklichen Grüßen

Ihre Vanessa

Posted By

Kavy

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